Mahnung gegen Rassismus


  • Die Grabsteine dieser sechs Frauen erinnern an die Ermordung von sechs Millionen Juden. Auch diese sechs ungarischen Jüdinnen wollten – wie wir alle – als Bürgerinnen ein friedliches Leben führen.

  • Doch sie wurden mit ihren Familien aus den Elternhäusern vertrieben, nach Auschwitz-Birkenau deportiert und im Herbst 1944 als Häftlinge der KZ-Außenstelle in Mörfelden-Walldorf ermordet.


  • Wir gedenken ihrer von Herzen.

    Ihr Tod ist uns Mahnung, heute wachsam zu sein und
    uns zu engagieren gegen jede Form von Rassismus.

    „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Diese Inschrift trägt der Gedenkstein, den die Margit-Horváth-Stiftung Ende 2017 auf dem Neuen Friedhof in Offenbach übergeben hat.

Erläuterungen zu dem Thema gibt:

Cornelia Rühlig,
Vorstandsvorsitzende der Stiftung
am Mittwoch, den 6.6.2018 ab 19:00 Uhr


ACHTUNG: Treffpunkt ist der Parkplatz am Haupteingang des Neuen Friedhofs

Gerne dürfen Sie zum Gedenken an die Verstorbenen Ihre Lieblingsblume mitbringen, die wir dann gemeinsam an den Gräbern niederlegen.

Für alle Interessierten besteht zudem am Sonntag, den 24.6.2018 ab 14 Uhr die Gelegenheit, das Margit-Horváth Zentrum in Mörfelden-Walldorf zu besuchen.

Wir laden herzlich dazu ein.

Ihr Team vom Treffpunkt Friedhof Offenbach e.V.
Alexander Kaestner, Vorsitzender Treffpunkt Friedhof e.V.
Gabriele Schreiber, Leiterin Städtische Friedhöfe Offenbach

Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unterstützung der Margit-Horváth Stiftung werden gerne entgegengenommen.




Besuch des Margit Horváth-Zentrums
In Mörfelden-Walldorf


Das Horváth-Zentrum
ist ein Ort der Erinnerung an das Grauen und das Leid, das 1944 in der KZ Außenstelle Walldorf herrschte. Es ist ein Ort, der ein historisches Bodendenkmal aus der Zeit der KZ Außenstelle schützt. Und es ist ein Ort für junge Menschen, die sich heute mit Fragen der gesellschaftlichen Diskriminierung von Minderheiten beschäftigen wollen.

Die Margit-Horváth-Stiftung hat einen Gedenkstein für sechs in der KZ-Außenstelle Walldorf ums Leben gekommene jüdische Ungarinnen auf dem Neuen Friedhof in Offenbach errichtet.

In einem Keller der KZ-Außenstelle Walldorf wurde Elza Böhm zu Tode geprügelt, weil sie kranken und schwachen Mithäftlingen heimlich zusätzliches Essen gegeben hatte. Viele Überlebende berichten davon. Frau Böhm arbeitet damals in der Lagerküche. In Auschwitz-Birkenau hatte man sie von ihrer 14-jährigen Tochter getrennt. Frau Böhm ist auf dem Neuen Friedhof in Offenbach bestattet – in einer Grabreihe mit fünf weiteren Frauen, die in der Außenstelle Walldorf des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass ums Leben kamen.
Vom 23. August bis 24. November 1944 waren hier 1700 Ungarinnen jüdischen Glaubens unter furchtbaren Bedingungen inhaftiert. Sie mussten auf dem Rollfeld am Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main, der damals unter militärischer Hoheit stand, Zwangsarbeit leisten. Die sechs in Offenbach bestatteten Frauen erhalten nun einen Gedenkstein. Die Initiative dazu geht aus von der Margit-Horváth-Stiftung in Mörfelden-Walldorf.

Führung mit Frau Cornelia Rühlig,
Historikerin und Vorstandsvorsitzende
der Margit-Horváth-Stiftung

am Sonntag, den 24.6.2018 um 14:00 Uhr


ACHTUNG: Die Zufahrt zum Veranstaltungsort erfolgt auf eigene Anreise

Adresse: Familie-Jürges-Weg 1, 64546 Mörfelden-Walldorf.

Bitte parken Sie in der Nordendstraße (Ecke Farmstraße) und gehen den kleinen Weg in den Wald hinein zu Fuß. Hier treffen wir uns am Gedenkstein des historischen Lehrpfades.


Wir laden herzlich dazu ein.

Ihr Team vom Treffpunkt Friedhof Offenbach e.V.
Alexander Kaestner, Vorsitzender Treffpunkt Friedhof e.V.
Gabriele Schreiber, Leiterin Städtische Friedhöfe Offenbach

Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unterstützung der Margit-Horváth Stiftung werden gerne entgegengenommen.





Wenn Ihr Kind trauert...


“Frühe Verlusterfahrungen im Leben eines Kindes sind einschneidend und prägend.
Kinder brauchen nach dem Verlust eines wichtigen Menschen oftmals Unterstützung.
Die finden sie in der Trauergruppe für Kinder, die von professionellen Trauerbegleiterinnen
der Hospizgemeinschaft Mühlheim betreut wird.
Unsere offene Gruppe für Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren findet 14-tägig statt
und dauert bis zu zwei Stunden.
Sie läuft ohne zeitliche Begrenzung im “Treffpunkt Marktstraße 44”. Ihr Kind kann so
lange kommen, wie es möchte. Es entstehen keine Kosten.
Kontakt:
Tel. 06108 – 79 38 46
Patrizia Blazevic, ktg-kontakt@hgm-ev.de
Stilla Gathof, ktg-kontakt@hgm-ev.de