„Tag des offenen Denkmals“: Krummsches Mausoleum geöffnet

am Sonntag, den 8.9.2019 von 11:30 - 15:30 Uhr

11:30 Uhr - Grußwort des Bürgermeisters Herrn Peter Freier, im Anschluß beginnt die Friedhofsführung mit Herrn Hans-Georg Ruppel, ehemaliger Leiter des Offenbacher Stadtarchivs


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Nur in Ausnahmen dürfen Interessierte einen Blick in das Krummsche Mausoleum auf dem Alten Friedhof werfen. Der faszinierende Kuppelbau erzählt die Geschichte einer großen Liebe und erstrahlt seit seiner Restaurierung 2011 in neuem Glanz. Am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 08.09.2019, öffnet das Kleinod wieder seine Türen für Besucher. Von 11:30 bis 15:30 Uhr darf der kleine, reich geschmückte Tempel bestaunt werden. Auf dem Gelände davor warten Kaffee und Kuchen auf die neugierigen Gäste, die sich von der Ruhe des Friedhofs und dem Sternenhimmel-Mosaik im Innern des Tempels verzaubern lassen möchten. Auf dem Alten Friedhof, der 1832 angelegt wurde, finden sich noch einige weitere Grabmale von kunsthistorischer Bedeutung. Der Historiker und ehemalige Leiter des Offenbacher Stadtarchivs, Georg Ruppel, führt um 11:30 Uhr Interessierte über das sehenswerte historische Gelände. Treffpunkt hierfür ist am Haupteingang des Alten Friedhofs in der Friedhofsstraße 21. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eröffnet wird die Veranstaltung ebenfalls um 11: 30 Uhr mit einem Grußwort von Bürgermeister Peter Freier. Hintergrundinfo Alter Friedhof: Der Alte Friedhof Offenbach zählt zu den kulturellen Schatzgruben Hessens. Mit seinen teils über 100 Jahre alten Bäumen und Grabstätten, die mehr als 180 Jahre alt sind, spiegelt er Kultur und Natur verschiedenster Generationen wieder. Der Alte Friedhof wurde im Jahr 1832 angelegt. Die erste Beisetzung fand noch im selben Jahr am 16.12. statt. Er war Offenbachs dritte Begräbnisstätte und wurde als Ersatz für den ehemaligen Stadtfriedhof am heutigen Wilhelmsplatz angelegt. Hier findet der interessierte Friedhofsbesucher u.a. kunsthistorische Grabmale alter Offenbacher Familien. Auch der erste Staatspräsident des Landes Hessen Carl Ulrich (1853-1933) liegt hier begraben. 1898 wurde auf dem Alten Friedhof in Offenbach das fünfte deutschlandweite Krematorium in Betrieb genommen. Das Krematorium ist heute nicht mehr erhalten, die Türen der Öfen wurden an der Friedhofsmauer zur Mühlheimer Straße angebracht. Die Friedhofsanlage mit Parkcharakter biet et den Offenbachern nicht zuletzt wegen seines reichhaltigen Pflanzenbestandes ausreichend Gelegenheit zum Inne halten aber auch zur Erholung. 2012 wurden die Städtischen Friedhöfe für die Restaurierung des Denkmals mit dem hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Bildunterschrift: Die Kuppel des Krummschen Mausoleums mit Sternenhimmelmosaik. Copyright: Alex Habermehl


Im Rahmen der Offenbacher interkulturellen Woche, findet am

Mittwoch, den 25.09.2019
um 18:30 Uhr am Neuen Friedhof

ein interreligiöser Spaziergang über den Friedhof statt. Treffpunkt ist der Haupteingang am großen Parkplatz des Friedhofs



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Copyright: Alex Habermehl

In Offenbach leben Menschen mit den unterschiedlichsten Glaubensrichtungen, unter anderem sind der Islam, das Judentum, die Christen und auch diverse freireligiöse Gemeinden vertreten.

Diese religiöse Vielfalt in Offenbach spiegelt sich auch auf den Offenbacher Friedhöfen wider. Auf dem Neuen Friedhof in Offenbach liegen Gräberfelder der drei monotheistischen Religionen nah beieinander. Ein guter Ort also, etwas über die Bestattungs- und Trauertraditionen in Judentum, Christentum und in der islamischen Welt zu erfahren.

Ein Vertreter/ eine Vertreterin der jeweiligen Glaubensrichtung wird die entsprechende Grabkultur und die religiösen Hintergründe erläutern.

Für den Part des jüdischen Teils und um die jüdischen Bestattungsriten Interessierten näher zu bringen, konnten wir Herrn Majer Szankover, Leiter des jüdischen Friedhofs in Frankfurt und Mitglied der Chevra Khadisha gewinnen.

Den muslimischen Part wird Herr Abdelkader Rafoud, Vorsitzender des Ausländerbeirats oder ein Vertreter wahrnehmen.

Don Paolo Manfredi, Pfarrer der italienischen Gemeinde Offenbach wird den Besuchern die christlichen Bestattungsrituale näher bringen.

Darüber hinaus wird Herr Alexander Kaestner, Vorsitzender des am Friedhof ansässigen Vereins „Treffpunkt Friedhof Offenbach e.V.“ an der Veranstaltung teilnehmen und gerne über unsere Tätigkeit beim Treffpunkt Friedhof e.V. berichten.




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Friedhofsgesflüster


mit der schwarzen Witwe


Eine Erlebnisführung der anderen Art über den Alten Friedhof in Offenbach

"Von Totenkronen, Wiedergängern und der Angst vor dem Scheintod. Ein Rundgang mit der schwarzen Witwe."

am 26. September 2019 um 19:30 Uhr


um Anmeldung wird gebeten

Infos und Anmeldung unter: www.friedhofsgefluester.de
Treffpunkt: Alter Friedhof, Haupteingang, Friedhofstraße 21, 63065 Offenbach
Kosten: 14,- €

Am Donnerstag, den 26. September führt die schwarze Witwe interessierte Besucher wieder über den Alten Friedhof in Offenbach und taucht mit Ihnen ein in die Bestattungskultur des 16.-19. Jahrhunderts. Dabei wird der Bogen von den Bestattungsbräuchen bis hin zum Aberglauben gespannt, untermauert und immer wieder von ihrem persönlichen Schicksalsschlag.
Bei dieser Dame handelt es sich um eine historische Figur aus dem Jahr 1898, die den Besuchern den Tod und die Trauerkultur anhand der vergangenen Zeiten nahe bringen möchte.

Bei dieser Führung stehen die Sitten und Bräuche sowie der Aberglaube unserer Vorfahren im Mittelpunkt. Wie sind unsere Vorfahren mit den Themen Sterben, Tod und Trauer umgegangen? Welche Rituale gab es? Wer war die Leichenbitterin? Wissen Sie, warum man einem Sterbenden nie beim Namen rufen darf? Was sind Totenkronen? Viele dieser Fragen werden beantwortet und mit regionalen Erlebnisberichten abgerundet.
Also wenn Sie diese außergewöhnliche Dame aus der Vergangenheit einmal kennen lernen wollen und darüber hinaus erfahren möchten, was Totenkronen und Leichenbitter sind und was die Taube mit dem Tod zu tun hat, sollten Sie diese einzigartige Führung nicht verpassen.
Aber Vorsicht, wer einmal zu lange in ihre dunklen Augen blickt, erliegt ihrem Willen.





Kunstprojekts Europa!!!


Europa!!! ist ein Denkmal- und Kunstprojekt, welches zur Europawahl 2019 mit der extra dafür geschaffenen Skulptur VikyNiky des deutschen Künstlers Martin Pfeifle ein erstes Mal auf dem Alten Friedhof stattfindet. Dabei dient der Sockel der alten Victoria Statue, die sich ehemals auf dem Aliceplatz befand, als symbolträchtiger Ausgangspunkt für dieses Projekt. Ursprünglich war auf diesem Sockel eine geflügelte Victoria zu sehen. Damit nahm sie als Motiv die antike Nikestatue, die Paionios von Mende, 420 v. Chr. für den Hain von Olympia schuf, zum Vorbild. Nike jedoch stand auf einer Säule. Während andere Kriegerdenkmäler des 19. Jhd. in Form von Siegessäulen diese formale Einheit bewahrten, wurde bei der Offenbacher Victoria darauf verzichtet.

Martin Pfeifle greift mit VikyNiky das Symbol der Säule auf und bringt diese nun auch nach Offenbach. In Olypmpia diente die Säule der Erhöhung der Nike und damit der Überhöhung eines Athener Machtanspruches. In Offenbach gestaltet Pfeifle sie als tiefer gelegten Säulenkreis zu einem Forum, einem Ort, der zu Kommunikation und Debatte einlädt.

Angesichts der Tatsache, dass auch heute wieder nationalistisches Gedankengut und Separatismus Raum in Europa finden, ist Martin Pfeifles Säulenkreis VikyNiky am Kriegerdenkmal ein sinnträchtiges Bild für eine überaus notwendige Debatte, wenn nicht gar der Ort, dieses Bild mit Leben zu füllen.


Europa!!!
Martin Pfeifle
VikyNiky
Alter Friedhof
Friedhofstraße 21
63067 Offenbach

https://www.offenbach.de/kultur-und-tourismus/veranstaltungen/kunstansichten/kunstprojekt-europa.php




Wenn Ihr Kind trauert...


“Frühe Verlusterfahrungen im Leben eines Kindes sind einschneidend und prägend.
Kinder brauchen nach dem Verlust eines wichtigen Menschen oftmals Unterstützung.
Die finden sie in der Trauergruppe für Kinder, die von professionellen Trauerbegleiterinnen
der Hospizgemeinschaft Mühlheim betreut wird.
Unsere offene Gruppe für Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren findet 14-tägig statt
und dauert bis zu zwei Stunden.
Sie läuft ohne zeitliche Begrenzung im “Treffpunkt Marktstraße 44”. Ihr Kind kann so
lange kommen, wie es möchte. Es entstehen keine Kosten.
Kontakt:
Tel. 06108 – 79 38 46
Patrizia Blazevic, ktg-kontakt@hgm-ev.de
Stilla Gathof, ktg-kontakt@hgm-ev.de